Aktuelles

Ist es euch aufgefallen? Unser unaufhörlicher Zähler hat heute einen großen Sprung gemacht, von 290 Millionen auf 366.000.000. Das ist ein gewaltiger Sprung von über 60 Millionen, Grund sind die neuen Zahlen der IDF (International Diabetes Federation) welche Heute den neuen Diabetes Atlas 2011 vorgestellt haben.

Bis 2030 werden es wohl 552.000.000 Menschen sein, wenn nicht entscheidende Massnahmen ergriffen werden. Eine weitere erschreckende Zahl ist die Dunkelziffer, die IDF schätzt das 183.000.000 Menschen nicht wissen das sie Diabetes haben.

Weitere Zahlen:

  • 80% der Menschen mit Diabetes leben in Ländern mit einem mittleren oder niedrigen Einkommen
  • 78.000 Kinder erkranken jedes Jahr an Typ-1 Diabetes
  • Die meisten Menschen mit Diabetes sund zwischen 40 und 59 Jahre alt

Atlas2011

Die IDF hat im Brüssler Hauptbahnhof einen Flashmob veranstaltet. Zu bekanntem Sound gab es eine kleine Tanzeinlage.
Hier ein Video zum Event:

Weltdiabetestag
Heute ist Weltdiabetestag, lasst uns für Diabetes ein Zeichen setzen und macht es publik (nutzt eines unserer Profilbilder, schreib in Facebook oder Twitter ... ).
Diabetes hat als zweite Krankheit überhaupt und als erste nicht ansteckende einen solchen Tag der Vereinten Nationen (UN), dies sollte genug Anlass sein.

Act on Diabetes. NOW. - Handeln Sie jetzt!

In eigener Sache:
Wenn ihr tolle Erlebnisse/Berichte habt schreibt sie uns: http://www.welt-diabetes-tag.de/contact
Wir veröffentlichen diese dann gern.

Die Veranstaltung zum WDT 2011 in Berlin ist heute Nachmittag zu Ende gegangen. Sie bis zum Schluss recht gut besucht. Wenn gleich an den Ständen der Industrie die Besucher abnahmen (wegen leerer Werbemittelvorrät) waren die Vorträge immer noch gut Besucht. Somit denke ich das auch viele Besucher etwas Wissen mit nehmen konnten und nicht nur die vielen bunten Werbegeschenke.

Man konnte (leider) auch über den Tag hinweg einen regelrechten Run auf Blutzuckermessgeräte feststellen. Was wohl mit dem Wegfall der Erstattung von Teststreifen bei Diabetes Typ-2 zusammenhängt. Schon um kurz nach 10Uhr, als wir zur Veranstaltung gingen, sind uns erste Besucher mit den ergatterten Geräten entgegen gekommen. Dabei muss man bedenken das bei den Geräte oft nur 10 Streifen beiliegen. Es war zwar schon vorher oft so das neue Geräte gefragt waren aber ich hatte in den vergangenen Jahren es nie als so extrem erlebt.

Dennoch waren die Programmpunkte mit Maite Kelly und Johannes Fuchsberger (als Highlight) sowie die vielen Vorträge gut besucht, was mich persönlich sehr gefreut hat. Das es bei der Veranstaltung ja nicht nur um die Versorgung mit dem Hilfsmitteln gehen sollte.

Als Fazit in zwei Worten kann man zum diesjährigen Weltdiabetestag sagen: gelungene Veranstaltung
Ein längeres Fazit wird in den nächsten Tagen folgen.

Ein dank an die Initiatoren und Veranstalter bei diabetesDE.

Kürzlich ging es um die Verordnungsfähigkeit von Teststreifen für
Typ-2 Diabetiker. Typ-2 Diabetiker brauchen laut G-BA, IQWiG und den
Krankenkassen keine Teststreifen zum Blutzuckermessen. Mit gewissen
Ausnahmen (beispielsweise Insulinpflichtigkeit) sind
Blutzuckerteststreifen für Typ-2 Diabetiker nicht mehr
verordnungsfähig. Dass der G-BA offensichtlich Unrecht hat, so wie es
im Übrigen sowohl von Patienten, Patientenvertretern als auch von
Ärzten und Ärztevertretern vertreten wird, sieht man auch am
Weltdiabetestag. Die, vermutlich, Typ-2 Diabetiker kämpfen förmlich um
jedes BZ Messgerät und reißen den Vertretern diese fast aus den
Händen, Waren die gezeigt werden sollen und nicht für die Weitergabe
bestimmt sind werden oft "angekettet". Die Typ-2 Diabetiker, die so
stark hinter den Teststreifen her sind machen das aber ja auch nicht
aus Spaß, sondern aus physiologischen und finanziellen Gründen heraus.
Einerseits brauchen sie Teststreifen, dies sieht auch der jeweils
behandelnde Arzt so, und andererseits sind diese so teuer, das sich
diese das oft gar nicht leisten können. So etwas soll natürlich nicht
sein, Medizin ist/sollte - zumindest bei uns kein Luxusgut sein,
sondern auf identischem Niveau erreichbar für jedermann. Es ging um
medizinische Hilfsmittel, ich fühlte mich aber so, als würde ein
Haufen Teenies in der ersten Reihe bei einer Autogrammstunde moderner
hipper Bands warten.

So etwas sollte bei uns nicht sein. Die Ressourcen sowohl technisch
als auch finanziell haben wir! Lieber G-BA bitte Bedenken Sie die
Einzelschicksale!

- Kündigungsschutz Zustimmung der Integrationsbehörde notwendig
- 5 Tage Sonderurlaub
- vorzeitige Altersrene
- Freistellung von Mehrarbeit
- Steuerpauschbetrag (gestaffelt)

Ab einem GdB von 80 gibt es noch weitere Nachteilsausgleiche. Ab einem
GdB von 30 gibt es einen Kündigungsschutz.

Wer ist schwerbehindert?
- Behindert: derjenige, dessen körperliche Funktion, geistige
Fähigkeit oder sehlische Gesundheit langfristig abweicht
- Schwerbehindert: ab einem GdB von 50

Der Weg zur Schwerbehinderung:
- Antrag
- Feststellungen durch das Amt
- ggf. Widerspruch
- Prüfung des Widerspruchs
- ggf. Klage

In der Regel entscheidet die Behörde anfangs nicht im Sinne der
Antragssteller.

Tagebuchführung ist wichtig, anderenfalls kaum möglich einen Ausweis
zu erhalten. In der Regel bekommen Diabetiker mit ICT oder Pumpe mit
selbstständiger Therapieanpassung und weiterer gravierender
Einschnitte einen GdB von 50. Alleine dient Aufwand für die Therapie
die keine weiteren gravierenden Einschnitte.

Tipps:
- Instabilität der Stoffwechsellage darstellen
- Beeinträchtigungen plausibel machen (Beachte: es sind keine Ärzte,
die entscheiden, sondern Verwaltungsmitarbeiter)
- möglichst umfassend dokumentieren (je mehr desto besser, denn die
Behörde muss grundsätzlich alles lesen, um eine Anfechtung zu
vermeiden wird daher oft dem Antrag entsprochen)
- Begleit- und Folgeerkrankungen nicht vergessen

Was kann ich angeben:
- Zeitaufwand für Spritzen, messen, Essen
- Notwendigkeit des Messens
- Nadelangst
- Aufwand der Nahrungsberechnung und -zubereitung
- ggf. Beeinträchtigungen im Arbeits-/Berufsleben
- Schmerzempfindlichkeit
- häufige Arztbesuche
- körperliche Auswirkungen (Unterzuckerungen, Schlafstörungen,
Kopfschmerzen, gestörtes Sexualleben, Durchfall
- psychische Auswirkungen (Angst vor Unterzuckerungen, Depressionen,
Probleme bei der Partnersuche)

Einschnitte in die Lebensführung:
- Probleme beim Führerschein
- Wunschberuf nicht möglich (Dienst an der Waffe)
- Probleme am Arbeitsplatz
- sportliche Aktivitäten nicht mehr möglich
- Teilnahme an kulturellen Aktivitäten nicht mehr möglich
- Probleme in Schule und Studium
- Ausgrenzungen/Diskriminierungen

Tagebuch:
- Datum, Uhrzeit, Wert und Menge des BZ und Insulins
- Mahlzeiten, Medikamente, Sport
- langfristiges Tagebuch notwendig, es können aber auch Werte
nachgetragen werden

Außerdem sollten zusätzliche Erkrankungen angegeben werden.

Tipp: Grafiken, die die Probleme besonders betonen!

Antrag nicht immer ratsam:
- Rechtslage hat sich verbessert
- Frage nach Schwerbehinderung kann verneint werden, trotz Schwerbehinderung
- Häufig Probleme bei Bewerbungen
- evtl. Bevorzugung im öffentlichen Dienst
- psychologische Auswirkungen
- Schwerbehinderung aktenkundig, bleibt auch nach Ablauf
- nur ratsam, wenn keine beruflichen Veränderungen anstehen oder akute
Arbeitsplatzgefahr besteht (kann auch nach Kündigund vorgezeigt
werden, da die Kündigung sofort unwirksam wird).

Beachte: keine Addition mit anderen Erkrankungen, aber Erhöhungen
möglich, der Ausweis schützt nicht pauschal vor Überstunden.

Referent: Rechtsanwalt Oliver Ebert, Stuttgart/Balingen
(http://www.diabetes-und-recht.de).

Die Anzahl der Autounfälle ist rückläufig, dennoch sinkt die Anzahl
der Verkehrstoten seit einigen Jahren. Einer Studie zufolge haben
Diabetiker nicht mehr Unfälle. Durch die Stoffwechsellage und die
Therapie wird das Unfallrisiko beeinflusst. Dies betrifft nicht nur
Unterzuckerungen, sondern auch Überzuckerungen. Verbessern kann man
dies u. a. durch eine gute Zusammenarbeit mit den Diabetesexperten.

Besonders gefährlich wird die Situation bei einer schlechten
Wetterlage ( bzw. sehr starker Regen). Das Risiko ist individuell, d.
h. nicht jeder Diabetiker trägt das selbe Risiko in sich. Ein erhöhtes
Unfallrisiko besteht z. B. bei einer Therapieumstellung oder bei
privaten Veränderungen oder bei mangelhafter Diabetes Selbstkontrolle,
nicht zuletzt natürlich auch bei psychiatrischen Krankheiten,
Suchtkrankheiten, Folgeerkrankungen.

Risikofaktoren:
- Blutzuckerentgleisung
- schlechte Unterzuckerwahrnehmung
- schwere Folgeerkrankungen
- Begleiterkrankungen wie Herz- Kreislauferkrankungen

Wie kann man vorbeugen:
- Immer ausreichende Mengen schnellwirksamer Kohlenhydrate (Traubenzucker)
- Blutzucker messen (bei Unterzucker Wagen stehen lassen)
- Tagebuchnotiz
- Bei Unterzuckerungen anhalten, Blutzucker messen, Traubenzucker
essen und warten (mindestens 30 Minuten), evtl. auch den Zündschlüssel
abziehen
- 0 Promille
- Tagesverteilung beibehalten
- defensiv fahren
- Diabetesutensilien mitnehmen
- regelmäßige Untersuchungen durch den Diabetologen und den Augenarzt
- Schulungen

Änderungen hinsichtlich des Führerscheins:
- Verkehrsmediziner und Diabetologe (Facharzt) beurteilen die Fahreignung
- kaum Änderungen für eingestellte und gut geschulte Diabetiker
- weiterhin Arbeit als Berufskraftfahrer (LKW oder Personenbeförderung) möglich

Wichtig: Der Arzt darf der Fahrerlaubnisbehörde keine Tipps geben, er
bleibt schweigepflichtig.

Tipp: Mitfahrer informieren!

Zukunft: CGMS könnte hier abhelfen und die Sicherheit im
Straßenverkehr weiter erhöhen.

Referent: Wolfgang Schütt, Eckernförde (imland Klinik Eckernförde)

Viele Besucher sind in den Vorträgen oder bei dem Event mit Joachim Fuchsberger. Die Gänge sind also etwas leerer als noch vor ein paar Stunden. Dennoch ist das Event subjektiv gut Besucht. Auch einige junge Menschen sind anzutreffen. Es ist wirklich ein Tag der die Diabetiker vereint und das nicht nur auf nationaler sonder weltweit finden solche tollen Events statt.

Seit heute Morgen sind wir hier auf der Veranstaltung zum Weltdiabetestag 2011 im ICC Berlin unterwegs. Nachdem wir uns einen kurzen Überblick über die Aussteller und Vorträge verschafft haben, haben wir auch gleich an einem solchen teilgenommen. "Diabetes und Schwangerschaft" war das Thema, leider sehr Gestationsdiabetes lastig. Es sind aber noch ein paar weitere Vorträge geplant wie zum Beispiel "Diabetes und Autofahren".
Wir von www.mein-diabetes-blog.com durften zudem eben ein Interview mit Blacky Fuchsberger führen, welches Ihr in den nächsten Tagen auf unserem Blog lesen könnt.

Momentan kann man hier einen Kochworkshop verfolgen. Leider können die Zuschauer nicht selber aktiv mitmachen, allerdings wird jeder Schritt ausführlich erklärt. Ein Bild: http://t.co/6msiyvTD Man kann hier kleine nützliche Tipps bekommen, alles auf Diabetiker zugeschnitten, jetzt habe ich Hunger!

Seiten

Subscribe to Weltdiabetestag - Aktuelles