Aktuelles

Derzeit spricht Maite Kelly live auf dem WDT und beantwortet Fragen über gesunde Ernährung und ihre Erfahrungen.

Dazu gibt es noch eine kleine musikalische Einlagen.

Hier auch ein Bild: http://t.co/azqq319Y

Ich habe mir gerade spezielle Taschensysteme für Pens angesehen. Die
Taschen, die "Zuckertaschen" heißen sind sicherlich nichts für den
kleinen Geldbeutel, dafür aber handgemacht und individuell nach
Kundenwunsch angefertigt. Die Taschen sind sehr durchdacht und bieten
reichlich Platz für Messgeräte, Pens, Ersatznadeln, Teststreifen,
Traubenzucker und alle Taschen haben eine Isolierschicht um gegen
Hitze geschützt zu sein.

In Kürze gibt es auch Pumpentaschen nach dem selben Prinzip. Derzeit
sind diese in der Entwicklung. Mehr auf http://www.zuckertasche.de und
auch in Kürze auf href="http://www.diabetes-Index.de">Diabetes-Index.

Seit wenigen Minuten ist die Veranstaltung nun eröffnet. Schon jetzt tummeln sich viele Menschen auf den Gängen, in der Ausstellung und in den ersten Vorträgen.

Die kleinen Werbegeschenke von Taschen über Schlüsselbänder bis hin zu Kugelschreiber gehen weg wie warme Semmeln ... wer also im Raum Berlin demnächst Taschen mit Logos der großen Diabetes Firmen sieht, kann sich sichern sein das es Besucher dieser Veranstaltung waren.

Seit rund 20 Minuten sind wir wieder live vor Ort im ICC in Berlin.
Wir berichten hier über alles was passiert. Im
Moment findet hier der ultimative Run auf Messgeräte statt, in denke
in einer Viertelstunde gibt es keine mehr.

  • Handeln Sie. Jetzt.
  • Sorgen Sie dafür, das der 14. November ein besonderer Tag wird
  • Teilen Sie Ihre Erfahrungen vom Welt-Diabetes-Tag
  • Highlights
  • Ein herzliches Dankeschön an die offiziellen Welt-Diabetes-Tags Partner
  • Handeln Sie. Jetzt.

    Morgen, am 14. November 2011, findet der Welt-Diabetes-Tag statt. Millionen Menschen werden sich in über 170 Ländern treffen, um den Welt-Diabetes-Tag zu feiern. Die primäre weltweite Kampagne der Diabetiker, um Aufmerksamkeit auf die Krankheit zu lenken. Ziel ist es mit einer starken gemeinsamen Stimme zu sprechen und zu sagen: Handeln Sie. Jetzt. Die International Diabetes Federation (IDF) wird zu diesem Anlass die 5. Auflage des IDF Diabetes Atlasses veröffentlichen, die Hauptquelle mit den neuesten Daten und Zahlen zu der Diabetesepidemie, mit einer Berechnung der Handlungen die benötigt werden um die derzeitige Belastung für die Gesundheitssysteme, die durch die Krankheit entstehen, zu senken.

    Die neuesten Zahlen, die in dem Atlas veröffentlicht werden, zeigen, dass die Krankheit eine so große Herausforderung ist, dass wir es uns nicht weiter leisten können, diese zu ignorieren. Im September diesen Jahres haben sich die Staats- und Regierungschefs in New York versammelt und beim UN Gipfeltreffen zu nicht ansteckenden Krankheiten die Notwendigkeit für einen schnellen und koordinierten Kampf gegen die Krankheit anerkannt. Es gab Zusagen, insbesondere zu bezahlbarer, sicherer und effektiver Medizin und Technologie mit gesicherter Qualität. Zudem wurde vereinbart, dass die Gesundheitssysteme die Kosten decken und gesunde Lebensweisen unterstützt werden, besonders hinsichtlich gesunder Ernährung und sportlicher Aktivitäten. Die soll durch Städtebau, aktive Fortbewegung und Gesundheitsprogramme der Arbeitgeber unterstützt werden.

    Das Gipfeltreffen war ein Meilenstein für Diabetes und andere nicht ansteckende Krankheiten, aber es bleibt noch viel mehr Arbeit, um die globale Katastrophe umzukehren, hierzu braucht es langfristige Ziele, ausdauernde leitende Kräfte und politischen Willen. Der Welt-Diabetes-Tag bildet die ideale Plattform, um auf das aufzubauen, was bisher erreicht worden ist und die Bewegung zu verstärken, das Leben von 366 Millionen Menschen, die mit Diabetes leben, zu verändern. Dank Ihrer Mitarbeit kommen wir dem Erreichen unserer Ziele immer näher.

    Eine gesunde Zukunft liegt in unseren Händen. Feiern Sie zusammen den Welt-Diabetes-Day - Let's all Unite for Diabetes on World Diabetes Day.

    Besuchen Sie am 14. November www.diabetesatlas.org , um sich den Inhalt der 5. Auflage des IDF Diabetes Atlasses anzusehen.

    Sorgen Sie dafür, das der 14. November ein besonderer Tag wird

    Die Welt kleidet sich seit Anfang November blau und wird dies auch am Welt-Diabetes-Tag so machen. Nehmen Sie an der Kampagne in Ihrer Region teil und unterstützen Sie diese:

  • Über 40 Städte weltweit haben sich an der Welt-Diabetes-Tags Flashmob Challenge beteiligt. Sie können weiterhin Ihre eigene spezielle Aufmerksamkeits Kampagne starten, um unsere weltweiten Kampagnen zu unterstützen. Lassen Sie sich von unserem Tutorial Video inspirieren.
  • Hunderte Denkmäler und Gebäude in über 50 Ländern werden blau angestrahlt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Besuchen Sie unsere Webseite, um festzustellen, ob auch in Ihrer Stadt Denkmäler/Gebäude blau beleuchtet werden. Es ist nie zu spät, um Ihre Beleuchtung auf unserer Internetseite bekannt zu machen. Senden Sie einfach eine E-Mail an wdd@idf.org .
  • Tausende kleiden sich blau seit Anfang November, um Aufmerksamkeit zu erregen und unsere Kampagnen in Ihrem zu Hause, Ihrer Schule oder Ihrem Arbeitsplatz zu unterstützen. Warum blau? Finden Sie es heraus (Englisch) oder unter http://www.welt-diabetes-tag.de/weltdiabetestag (Deutsch).
  • Nehmen Sie an einer regionalen Veranstaltung teil; gerne können Sie vorher auf unserer online Liste schauen, um herauszufinden, ob in Ihrer Nähe Veranstaltungen stattfinden. Wenn Sie dort nichts finden kontaktieren Sie doch Ihre regionale Diabetes Organisation und fragen Sie nach, ob eine Veranstaltung geplant ist.
  • Unterstützen Sie die Aufmerksamkeit des blauen Kreises – dem weltweiten Symbol für Diabetes. Seien Sie kreativ! Sie können einen blauen Kreis aus Menschen mit Ihren Freunden, der Familie oder den Kollegen organisieren. Machen Sie ein Foto, senden Sie dieses an wdd@idf.org und wir zeigen es der Welt.
  • Machen Sie den Welt-Diabetes-Tag auf Ihrer Webseite oder Ihrem Blog bekannt, indem Sie das Logo der Kampagne zeigen. Dieses ist in über 70 Sprachen verfügbar und geben Sie die Schlüsselaussagen der Kampagne wider.
  • Über 3.000 Menschen haben am Big Blue Test teilgenommen und damit geholfen lebensrettende Medikamente für Menschen mit Diabetes, ohne Möglichkeit diese zu erwerben, zu beschaffen. Helfen Sie uns das Ziel von 8.000 Tests bis zum 14. November zu erreichen, indem Sie einen Test auf http://bigbluetest.org eintragen.
  • Unterstützen Sie unsere Kampagne: Vereinigen Sie sich hinter dem Diabetes-Kreis. Diese Kampagne wurde von DiabeticConnect.com initiiert, unterstützen Sie uns, in dem Sie die Petition unterzeichnen, die alle Diabetes Vereinigungen auffordert den Blauen Kreis als universelles Symbol für die Aufmerksamkeit auf Diabetes zu verwenden.
  • Fügen Sie den Picbadge Blauer Kreis oder Twibbon zu Ihrem Facebook und/oder Twitter Profil hinzu, um so Ihre Unterstützung im Kampf gegen Diabetes zu symbolisieren.
  • Veröffentlichen Sie unsere fünf Kampagnen Poster, zum Download verfügbar in 18 Sprachen.
  • Teilen Sie Ihre Erfahrungen vom Welt-Diabetes-Tag

    Was immer Sie auch am Welt-Diabetes-Tag unternehmen, teilen Sie es mit uns und der weltweiten Diabetesgemeinschaft.

  • Die Welt-Diabetes-Tags Webseite wird Bilder von Kampagnen weltweit veröffentlichen. Fügen Sie Ihr Bild zu unserem „Welt-Diabetes-Tags“ Pool auf Flickr hinzu oder senden Sie uns diese an wdd@idf.org . Vergessen Sie bitte nicht deutlich zu schreiben was Ihr Bild zeigt und wo dieses aufgenommen wurde.
  • Teilen Sie Ihre Kommentare und Gedanken auf Facebook und Twitter (benutzen Sie auch unsere Hashtags #WDD #Diabetes #ActNow #BlueCircle #WDDgoblue #14Nov #WDDfmob), sobald der Welt-Diabetes-Tag beginnt.
  • Teilen Sie Ihre Videos auf unserem YouTube Kanal oder veröffentlichen Sie diese auf unserer Video Plattform.
  • Highlights

    Im Folgenden möchten wir Ihnen die neuesten Highlights von Aktivitäten zeigen, die weltweit stattfinden.

  • In Berlin, Deutschland finden am 13. November im Internationalen Congress Centrum (ICC) zahlreiche Veranstaltungen zum diesjährigen Welt-Diabetes-Tag statt. Diabetes-Zentrale e. V., der Verein, der die deutschsprachige Webseite zum Welt-Diabetes-Tag betreibt, wird live vor Ort sein und bloggen und damit allen, die nicht zu einer Welt-Diabetes-Tags Veranstaltung kommen können, die Möglichkeit eröffnen „live“ in Berlin dabei zu sein. Die Berichte über die Veranstaltung erscheinen auf http://www.welt-diabetes-tag.de/blog .
  • In Belgrad, Serbien organisiert die Diabetes Vereinigung Serbiens eine Reihe von Veranstaltungen, u. a. eine Konferenz in der Stadthalle in Belgrad, mit der Unterstützung des serbischen Gesundheitsministeriums. Ein Wettrennen mit Menschen mit Diabetes und professionellen Wettläufern um den Ada Belgrad Fluss herum, um die Wichtigkeit von sportlicher Aktivität zu betonen. Zudem findet eine Veranstaltung für Kinder und junge Erwachsene mit Typ-1 statt, bei dem der amerikanische Basketballspieler Adam Morrison die Meinung vertritt, dass der Diabetes einen Menschen niemals daran hindern sollte, seine Träume zu verwirklichen.
  • In Cordoba, Argentinien beginnt die Woche der Veranstaltungen, die sich der Aufmerksamkeit auf die Krankheit widmet, am 14. November mit einem Clown Auftritt, gefolgt von Blutzuckertests, dem zeigen aufklärender Videos, Informationsveranstaltungen in Krankenhäusern und Wartezimmern, Kursen zu gesundem Kochen und der blauen Beleuchtung vieler lokaler Gebäude. Darüber hinaus wird die Asociación de Diabéticos de Argentina (ADA) Ihre Zentrale in blau erleuchten und einen Diabetes Marsch sowie eine Konferenz organisieren, zu der der diesjährige Preisträger des WHO Friedenspreises, Dr. Fernandez Perez, eingeladen ist.
  • In Csetény, Ungarn wird die Ármin Vámbéry Grundschule ihr Gebäude mit blauen Kreisen und Ballons dekorieren; die Schüler und die Mitarbeiter werden sich komplett in blau kleiden. Den Schülern wird der Blutzucker gemessen und die Kinder erhalten außerdem blaue Armbänder. Darüber hinaus finden noch viele andere Veranstaltungen statt, wie z. B. Gespräche und Workshops über Diabetes und seine Folgeschäden, hierzu werden Puzzle, Quizze und Brettspiele verwendet. Zudem gibt es eine Sport Veranstaltung mit einem ungarischen Fitness-Star.
  • In Indien wird versucht die höchste und größte virtuelle Wand gegen Diabetes auf Facebook zu bauen; organisiert wird das Ganze von der HEAL Foundation. Zeigen Sie Ihre Unterstützung.
  • In Malaysia versucht das Sunway Medical Center ein eigenes malaysisches Welt Diabetes-Logo aus traditioneller Batik zu erstellen. Dieses wird am 14. November von diabetischen Patienten des Krankenhauses gemalt und der malaysischen Diabetes Organisation in einer öffentlichen Veranstaltung am 19. November präsentiert.
  • In Schweden wird der Welt-Diabetes-Tag von regionalen Diabetes Vereinigungen in über 20 Städten im ganzen Land gefeiert. Mitarbeiter und Freiwillige werden in den Straßen und auf den Plätzen aktiv sein und die Öffentlichkeit über Diabetes informieren und Interessierten Blutzuckertests anbieten. Seminare und Vorträge werden zudem angeboten, außerdem werden zahlreiche Denkmäler und Gebäude im Zeichen für Diabetes blau erleuchtet.
  • In Uruguay wird die Diabetes Vereinigung Uruguays die Aufmerksamkeit während des WM Qualifikationsspiels zwischen Uruguay und Chile im Centenario Stadion am 11. November auf Diabetes steigern. Ein besonderes Statement wird vom Team Manager der uruguayischen Nationalmannschaft, Oscar Washington Tabárez, vorgetragen und auf einem großen LED Bildschirm im Zentrum Montevideos gezeigt.
  • In Vietnam organisiert das National Institute of Diabetes and Metabolic Disorders eine Aufmerksamkeitskampagne in der Provinz Ninh Binh, die Diabetiker, Experten, Gesundheitsplaner, Studenten, Schüler und die Medien umfasst. Veranstaltungen umfassen Diabetes Untersuchungen, Aufklärung über die Risikofaktoren und die Prävention des Diabetes, darüber hinaus wird eine Kette von Menschen gebildet, die Hand in Hand gegen Diabetes über die Straßen läuft, um Veränderungen an der Lebenseinstellung zu unterstützen, um Diabetes zu verhindern.
  • Wir möchten außerdem unsere Sympathie und unsere Unterstützung der Diabetes Vereinigung Thailands unterstreichen, die ihre zahlreichen Veranstaltungen, die für den Welt-Diabetes-Tag geplant waren aufgrund der desaströsen Fluten, die kürzlich das Land erschütterten, verschieben musste. Unsere Gedanken sind in der Zeit in der sie uns brauchen bei ihnen.

    Ein herzliches Dankeschön auch an all diejenigen, die Informationen über ihre Welt-Diabetes-Tags Veranstaltungen eingesandt haben. Bitte senden Sie uns weiterhin Informationen.

    Der Welt-Diabetes-Tag ist auch für die Unterstützung von Jamie Oliver’s Food Revolution dankbar.

    Ein herzliches Dankeschön an die offiziellen Welt-Diabetes-Tags Partner

    Die Partner der International Diabetes Federation helfen uns den Welt-Diabetes-Tag zu einem weltweiten Erfolg zu verhelfen, indem sie einen wertvollen Beitrag für viele Veranstaltungen leisten. Wir möchten gerne diese Gelegenheit ergreifen all denen zu Danken, die uns unterstützt haben unsere Kampagne umzusetzen und ihre Ziele zu erreichen. Die offiziellen Welt-Diabetes-Tags Partner 2011 sind:

  • Abbott Diabetes Care
  • AstraZeneca
  • Bayer HealthCare
  • Becton Dickinson
  • Boehringer Ingelheim
  • Boston Scientific
  • Bristol Myers-Squibb
  • Julpar
  • Kuwait Finance House
  • Landmark Group
  • LifeScan
  • Lilly Diabetes
  • Medtronic
  • Merck Sharp & Dohme
  • Novartis
  • Novo Nordisk
  • Pfizer
  • Roche
  • Sanofi
  • Servier
  • Takeda
  • Besuchen Sie auch die deutschsprachigen Profile zum Welt-Diabetes-Tag, um Neuigkeiten auf Deutsch zu erhalten:

  • Facebook: http://www.facebook.com/WeltDiabetesTag
  • Twitter: http://twitter.com/#!/WeltDiabetesTag
  • Homepage: http://www.welt-diabetes-tag.de
  • Vielen wird "Close-Loop" noch nichts sagen aber es ist schon seit vielen Jahren das erklärte Ziel in der Diabetes Therapie. Man könnte Close-Loop auch als technische Beta-Zelle bezeichnen, also eine Zusammenführung von Insulinpumpe und Blutzuckermessung die automatisch handelt - sprich die Pumpe gibt Insulin ab an Hand des aktuellen Glucosewertes.

    Dies war also Thema eines Vortrages der "Arbeitsgemeinschaft Diabetologische Technologie" der DDG. Es wurden unter anderem aktuelle Ergebnisse aus Studien vorgestellt die mit der Paradigm Veo (Medtronic) durchgeführt wurden. Dies ist die erste Pumpe, welche in Kombination mit der kontinuierlichen Glucosemessung (CGMS) eine Hypo-Abschaltung hat. Bei Unterschreitung eines festgelegten Wertes warnt die Pumpe mit einem Hypo-Alarm, wird auf diesen nicht reagiert, schaltet die Pumpe für 2 Stunden die Basalrate ab. Danach wird 4 Stunden Insulin gegeben, sollte der Wert sich nicht gebessert haben und immer noch unter der Hypogrenze liegen wird wieder für 2 Stunden die Basalrate ausgesetzt. Die vierstündige Insulinversorgung ist notwendig das es sonst zu eine Hyperglykämie (Überzuckerungen) ggf. mit Ketonen kommen könnte. In den Studien zeigte sich das dies gut funktioniert und schwere Hypoglykämien (Unterzuckerungen) erfolgreich vermieden werden konnten.

    Dies System ist der erste Schritt zum "Close-Loop". Es gab auch einen kleinen Ausblick wohin die Reise mit diesem System führen könnte. Der nächste Schritt wird sein das die Pumpe nicht auf den einzelnen gemessenen Wert reagiert, sondern auf Tendenzen und so pro aktiv. Diese Tendenzen kennt man schon vom CGMS mit den Pfeilen nach oben oder unten mit entsprechender Wertigkeit (einfacher Pfeil oder doppel Pfeil). So wird der Weg langfristig zu einem "Close-Loop" führen können.

    Allerdings gibt es noch einen weiteren einschränkenden Punkt, die Wirkdauer der Insuline. Zwar sind die modernen Insulinanaloga sehr schnell Wirksam, also der Wirkeintritt ist schon nach wenigen Minuten, jedoch hält die Wirkung rund 3 Stunden an. Was eine aktive regulation durch ein CGMS erschwert da immer eine recht große Menge an wirkendem Insulin berücksichtig werden müsste. Hier wäre es erforderlich die Wirkdauer des Insulin zu reduzieren.

    Man darf also gespannt sein wohin es technisch im Bereich der Pumpen und Messungen hingeht als auch in der Forschung in Sachen Insulin.

    Ich habe mir heute Nachmittag einen Vortrag über Patch Pumpen oder, wie der Referent sie gerne bezeichnete, Klebepumpen.

    Der Vortrag war sehr interessant. Der Referent berichtete über Erfahrungen mit den Klebepumpen, zukünftige Modelle etc.

    Zunächst einmal zur Pumpenverteilung. In Deutschland bewegen wir uns auf mittelmäßigem Niveau, was die Pumpenbenutzung angeht. In Deutschland schätzt man, das etwa 20% der Diabetiker Pumpen verwenden, wobei man diese Zahl wohl kritisch betrachten muss, so dass es möglicherweise auch nur 15% sein könnten - in der Kinderdiabetologie ist diese Zahl natürlich weitaus höher. Großbritannien ist das krasse negativ Beispiel, dort benutzen lediglich etwa 3,9% der Diabetiker Insulinpumpen. Dies habe ich auch schon häufiger von Engländern gehört, dass es kaum möglich ist Pumpen zu bekommen. In Frankreich und Schweden bewegt man sich auf deutschem Niveau, dort haben so circa 15 - 20% der Diabetiker Insulinpumpen. In den USA gibt es am meisten Insulinpumpen, dort werden etwa 35% so behandelt.

    Dies zu den grundlegenden Kennzahlen. Ursprünglich wurden, und werden eigentlich heute auch noch, die Pumpenträger mit den herkömmlichen Insulinpumpen behandelt. Also mit einem kleinen Gerät in der Größe eines Handys, das das Insulin über einen kleinen Schlauch und einem Katheter subkutan injiziert. Nun kommen neue Pumpensysteme ins Spiel, von denen in Deutschland eigentlich nur Ypsomed (OmniPod) auf dem Markt vorhanden sind. Diese haben eigentlich nur einen Katheter, der auch ein kleines Insulinreservoir hat. Bedient wird dieser "Pod" von einer Art Fernbedienung.

    In diesem Bereich gibt es viele (Start-Up) Unternehmen, die ebenso in diesem Bereich forschen und an dem Bau einer solchen Pumpe arbeiten, zu nennen sind insbesondere Medtronic, Accu-Chek und Cell Novo, daneben gibt es noch über 17 weitere Unternehmen. Accu-Chek ist hier vermutlich am weitesten, da sie das israelische Unternehmen Solo eingekauft haben.

    Der Referent berichtete darüber, dass er diese Klebepumpen als eine der größten Innovationen, neben den Sensoren, der letzten Jahre sieht. Um seine Erfahrungen zu bestätigen hat er eine kleine Studie initiiert, um diese Erfahrungen zu überprüfen. Die Flexibilität bei der Auswahl der Kleidung wird gleich bewertet. Die Zufriedenheit bei der Handhabung beim Duschen wird bei den Klebepumpen etwas besser bewertet, allerdings sind diese Unterschiede nicht sehr signifikant. Die Zufriedenheit beim Schlafen wird bei den Klebepumpen durchaus als besser bewertet. Beim Sport hingegen liegen die herkömmlichen Pumpen leicht vorne, dies ist dem Umstand geschuldet, dass ein Probant große Probleme mit Schweiß hatte und die Pumpe dann nicht mehr richtig hielt. Der Nadeleinstich ist bei den Klebepumpen wohl deutlich einfacher in der Handhabung. Der Schmerz wird auch als durchaus kleiner bewertet, wobei die Daten auch belegen, dass der Schmerz bei herkömmlicher Anwendung auch nicht groß ist. Der Zeitaufwand beim Anbringen der Pumpe etc ist bei der Patch Pump, den Probanden nach, niedriger. Die Therapieflexibilität ist leicht besser bei den Klebepumpen, dies ist aber minimal. Bei der Wechselfrequenz wird die Klebepumpe jedoch als sehr schlecht bewertet, angeblich soll das Reservoir wohl bis zu drei Tage reichen, dies wäre bei mir allerdings nicht der Fall und darüberhinaus benutzen viele Diabetiker die Katheter länger als drei Tage. Das ist dem OmniPod nicht möglich. Außerdem wurde festgestellt, dass die Klebepumpe den Probanden mehr bewusst war, als die herkömmlichen Pumpen. Das führt der Referent einerseits darauf zurück, dass die Probanden gelernt hatten die herkömmlichen Pumpen gut zu verstauen, allerdings stellte er auch fest, dass beispielsweise bei einer schlanken Diabetesberaterin, die an der Studie teilnahm, zu jedem Zeitpunkt sichtbar war, dass sie eine Klebepumpe trug. Die allgemeine Zufriedenheit war etwa gleich hoch.

    Das OmniPod System funktioniert den Erfahrungen des Referenten nach gut und sicher. Kritisch werden Umweltgesichtspunkte gesehen, da das System signifikant mehr Müll produziert und nicht über den Hausmüll entsorgt werden kann, da sich in dem System Batterien befinden. Man muss die verbrauchten Pods wieder einschicken. Die Klebefläche wird von einigen als zu groß bewertet, ebenso die Fernbedienung (PDM). Man kann die Pumpe auch nicht temporär ablegen, natürlich ist sie wasserdicht, man kann also schwimmen gehen, allerdings nicht in die Sauna, da das Insulin bei der Hitze an Wirksamkeit verlieren würde. Außerdem kann man nicht ohne den PDM Insulin abgeben und unter enger Kleidung sieht man die Klebepumpe leichter.

    Allerdings erleichtert die Klebepunkte das Benutzen alternativer, schwerer erreichbarer Stellen. Dadurch, dass mehr Stellen zur Verfügung stehen könnte es sein, dass das Insulin besser aufgenommen wird.

    Bei den Kosten stellte der Referent fest, dass die der Klebepumpe etwas höher sind, allerdings hat er nicht einen so signifikanten Unterschied errechnet wie wir. Insgesamt wurde das System aber als positiv beschrieben. Ich bin gespannt was in dem Segment noch passiert und wie die Systeme der anderen Hersteller funktionieren. Insbesondere das System von Accu-Chek soll im kommenden Jahr (2012) auf den deutschen Markt kommen.

    Ein weiterer Vortrag - den ich selber nicht mehr besuchen konnte - am deutschschweizer Diabetikertag hielt Dr. Iselin über das Autofahren mit Diabetes.
    Etwa vor einem Jahr konnte ich Dr. Iselin bereits seiner Präsentation zum Thema lauschen und auch Fragen stellen. Er war als Experte dabei um das "Merkblatt für Fahrzeuglenker mit Diabetes" auszuarbeiten welches es bei mir im Blog zum lesen gibt: http://www.klaeui-web.ch/2011/10/merkblatt-fur-fahrzeuglenker-mit-diabet...

    Vom deutschschweizer Diabetikertag berichtet Andreas Kläui, Blogger bei http://www.klaeui-web.ch

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