Aktuelles

Wir haben in der letzten Wochen unsere diesjährige Aktion im Vorfeld des Weltdiabetestag 2012 gestartet.
Unser Ziel ist es 1000 Fans auf unserer Facebookseite zu erreichen. Um dies auch visuell umzusetzen, lassen wir den blauen Kreis füllen. Jeder neue Fan hilft den Kreis etwas mehr zu füllen. Erst bei 1000 Fans ist das Zeit erreicht.

Zu sehen ist es unter: http://2012.Welt-Diabetes-Tag.de oder direkt bei Facebook

Also jeder kann Helfen, den blauen Kreis bekannter zu machen, das Zeichen für Diabetes!

Wie ihr im Blog sicherlich verfolgt habt, waren Katarina, Katharina und ich Anfang Dezember in Dubai und haben am Youn Leaders Programme teilgenommen. Seit dem sind nun 2 1/2 Monate vergangen, daher möchte ich jetzt gerne mal von dem Fortschritt berichten, besonders, weil es gegen Ende der Konferenz ja auch keinen richtigen Abschluss gab.

Struktur

Ich hatte ja über die kontroversen aber konstruktiven Debatten über die Struktur des Programms berichtet. Wir haben uns für eine Struktur entschieden, in der ein Präsident (gewählt wurde Alex Silverstein/UK), unterstützt von einer Vize-Präsidentin (Sana Ajmal/Pakistan), die Geschäfte der Jugendvertretung leitet und diese nach außen vertritt. Der Präsident ist zwei Jahre im Amt und wird dann abgelöst, hierfür würde bereits ein designierter Präsident (engl. President-Elect) gewählt (Keegan Hall/Südafrika), dieser löst den Präsidenten nicht zwingend ab, dies ist jedoch sehr wahrscheinlich, wenn er zum Ende der Amtszeit des Präsidenten die Mehrheit der stimmen auf sich vereint.

Die Präsidenten regieren jedoch nicht monarchistisch, sondern werden von einem Council (also einem Rat) unterstützt. Hier sind je Region der IDF zwei Mitglieder abgeordnet. Da es 7 Regionen gibt, gibt es folglich auch 14 Mitglieder. Für Europa wurden Katarina Braune aus Deutschland und Kevin van de Casteele aus Belgien gewählt.

Eine geschriebene Satzung gibt es derzeit noch nicht, da die Zeit in Dubai dafür einfach zu knapp war, jedoch wurde eine Satzungskommission ins Leben gerufen, die eine Satzung entwickelt.

Kommunikation

Neben dem Council haben wir noch eine Person gewählt, die die Kommunikation zwischen den Teilnehmern sicherstellt, gewählt wurde hierzu Jan Twachtmann aus Deutschland. Ich habe zu diesem Zweck auch bereits ein internes Forum ausgebaut mit einer "Open Inbox", also einem offenen Briefkasten, wo jedermann, also insbesondere jeder Jugendliche dieses Globus' Vorschläge machen kann, was die Young Leader als Jugendvertretung für ihn machen können oder wie sie besser seine Stimme vertreten können.

Zukunft

Das Young Leaders Programme, das nun nicht mehr so heißt, weil es ja kein zeitlich begrenztes Programm ist, sondern eine auf Dauer angelegte Jugendvertretung, die nun die Young Leaders in Diabetes sind, ist in die IDF integriert.

Bis zum nächsten Weltdiabeteskongress im Dezember 2013 in Melbourne müssen zunächst einmal tragfähige und zukunftsfähige Strukturen entwickelt werden. Angedacht ist dann, dass es umfangreiche regionale Strukturen gibt, die Young Leaders sollen eng vernetzt sein und sich gegenseitig unterstützen. So ist beispielsweise in Europa ein Ski-Camp für Anfang 2013 geplant, das international ausgerichtet sein soll und Jugendlichen Spaß am Sport vermitteln soll und zeigen soll, dass Diabetes und Sport keine Gegensätze sind.

Aber auch auf nationaler Ebene sollen Jugendvertretungen erwachsen, die tief in die internationale Ebene verankert sind und zusammen für ein Ziel kämpfen.

Auswirkungen auf Deutschland

In Deutschland sind wir gerade dabei mit diabetesDE auszuloten, wie man in Deutschland sinnvoll und für alle hilfreich eine Jugendvertretung aufbauen kann. In einigen Länder, wie z. B. in Schweden, gibt es so etwas bereits, davon können und sollten wir lernen. Allerdings wäre es zu einfach gegriffen zu sagen, dass man solche Strukturen einfach übernehmen könnte, auch weiß ja niemand, ob eine solche Vertretung hier überhaupt gewünscht ist. Das sind alles Dinge, die wir nun zusammen ausloten müssen...

Vision und Mission

Nach US-amerikanischem Muster haben wir uns auch eine Vision und ein Mission-Statement gegeben, also ein Statement, dass die grundlegenden Ziele alles Handelns bestimmen soll. Wobei die Vision ein Langzeitziel ist und die Mission der Weg des Handelns.

Vision

To improve the lives of young people affected by diabetes worldwide.

Mission

The young leader will raise awareness of diabetes by being a powerful voice for prevention, education, access to quality care, improved quality of life, and the end of discrimination worldwide.

Mehr Infos?

Lest mehr von uns hier:

  • Facebook
  • Twitter
  • Webseite
  • Etwas spät aber nicht vergessen kommen nun einige Fotos von uns, um Euch ein paar Impressionen von unserer Zeit in Dubai zu geben. Wie Ihr sehen könnt haben wir auch den derzeitigen Präsidenten der IDF Prof. Mbanya und den zukünftigen Presidenten Sir Hirst getroffen.

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    In Kürze kommt von mir auch noch ein Beitrag über die beschlossenen Dinge, was die Young Leaders nun eigentlich sind und wie die Zukunft aussehen soll!

    Gestern sind wir nachmittags in die Wüste aufgebrochen. Nach ca. 30
    Minuten Fahrt über die Autobahn sind wir in ein Wüstenreservat
    abgebogen. Dort sind wir durch die Wüste zu einem nachgestellten
    Nomadencamp gefahren und zuerst gab es als Programmpunkt Kamelreiten;
    sehr cool. Danach gab es Essen und Wasserpfeifen. So komplett unter
    freiem Himmel habe ich noch nie geschlafen, gestern schon. Wir hatten
    "Couches" und dünne Matratzen mit Schlafsäcken. Ich habe meinen Teil
    der Couch dann mit weiteren Kissen verstärkt und dann unter freiem
    Himmel genächtigt. Es wurde allerdings wirklich kalt, obwohl wir in
    der Wüste waren. So klar sieht man die Sterne sonst aber selten. Hier
    in der Gegend gibt es ein Sternenbild, das aussieht wie ein Pfeil.
    Dieser Pfeil zeigt gen Norden und half den Nomaden bei der Navigation.
    Außerdem gab es einen DJ und eine schöne Party. Alle haben es genossen
    mal weniger arbeiten zu müssen, weil die letzten Tag doch schon sehr
    anstrengend waren.

    Morgens hatten wir bereits frei und Katarina und ich nahmen die
    Gelegenheit war mal die Mall of the Emirates zu besuchen.

    Heute hatten wir dann regionale Treffen und haben die Mitglieder des
    Vorstands bestimmt. Katarina wurde gewählt und morgen steht eine
    weitere zusätzliche Abstimmung an, durch die ich wahrscheinlich einen
    extra Sitz im Council der IDF Young Leaders bekomme. Ich bin sehr
    gespannt, ob das klappt, aber beim Lobbying klang es so!

    Heute haben ich meinen Diabetologen aus der Pädiatrie wiedergetroffen,
    da muss man wohl erst einmal mehrere tausend Kilometer fliegen. Leider
    ist morgen schon der letzte Tag, da die deutsche Delegation Freitag
    Nachmittag (lokaler Zeit) zurückfliegt. Es hat sich wirklich gelohnt
    und wir haben schon jetzt so viel erreicht, aber dazu später mehr.

    Heute begann zunächst der World Diabetes Congress, Bilder des
    deutschen Standes folgen. Es sind der viele große Hersteller
    vertreten, nicht zuletzt aber auch kleinere, z. B. der Hersteller von
    Timesulin, von dessen Produkten ihr in den nächsten Wochen sicherlich
    noch mehr bei Diabetes-Index lesen könnt.

    Mittags trafen wir uns dann für einen Vortrag und die ersten Wahlen.
    Zunächst kurz zum Aufbau. Es werden nationale Diabetesgrupoen
    gebildet, die wiederum Jugendvertreter entsenden, alle Länder sind
    dann in ihren jeweiligen Regionen repräsentiert, wir zum Beispiel in
    Europa. Aus den Regionen setzt sich dann der Council, also praktisch
    der Vorstand, zusammen (zwei Vertreter je Region). Dem Council steht
    der Präsident, ein Präsident-Elect und ein Vize-Präsident vor. Diese
    drei Positionen haben wir heute gewählt. Wie man es von uns gewohnt
    ist, gab es überwältigende Mehrheiten. Präsident wird Alex Silverstein
    sein (UK) als Präsident-Elect wurde der Südafrikaner Keegan Hall
    gewählt und als Vize-Präsidentin Sanaa aus Pakistan. Von ihr können
    wir euch hoffentlich bald noch ein kleines Interview zeigen. Sanaa
    verdient meinen größten Respekt dafür, unter welchen Bedingungen sie
    erfolgreich arbeitet. Solch engagierte und toughe Aktive kann man sich
    nur Wünschen. Die Vertreter der Regionen werden erst am Mittwoch
    gewählt. Heute hatten wir dann ab dem späten Nachmittag Freizeit.
    Morgen hört ihr nichts von mir, da wir ab morgen Nachmittag in der
    Wüste sind und erst übermorgen Mittag zurückkehren. Davon werde ich
    selbst verständlich berichten.

    Heute haben wir den Abend in einer internationalen Zusammensetzung im
    7-Sterne Hotelrestaurant des Hotels Burj Al Arab ausklingen lassen.
    Wir saßen dort am Strand und im Dunkeln wirkt die Skyline besonders
    imposant. Das kann ich jedem nur empfehlen!

    Heute haben wir morgens direkt mit einem Vortrag von Merith Basey
    angefangen. Merith engagiert sich in Südamerika seit Jahren für
    Diabetiker. Viele haben keinen Zugang zu täglichem Insulin und/oder
    leben von weniger als 1,50 US-Dollar pro Woche. Ihr Vortrag war
    wirklich interessant und bewegend.

    Danach haben wir direkt die zuvor beschlossenen Strukturen
    besprochen/verfeinert und Wahlverfahren ausgehandelt. Die genaue
    Struktur werde ich in den nächsten Tagen ausführlich darlegen. Morgen
    finden die Wahlen statt, bei denen ich mich selbstverständlich auch
    zur Verfügung stelle; allerdings ist die Konkurrenz groß, da weit über
    50% der Delegierten aus Europa kommen.

    Außerdem habe ich ausführliche Gespräche mit den Belgiern und den
    Niederländern gehabt und wir wollen unbedingt zusammenarbeiten.
    Insbesondere für Jugendcamps eignet sich das wirklich gut. Die beiden
    Holländerinnen sind auch wirklich aktiv und wollen in ihrem Land
    wirklich etwas bewegen.

    Danach sind wir zur Opening Ceremony ins World Trade Center gefahren
    und direkt danach zum Dinner mit den Sponsoren. Dort hatte ich auch
    die Gelegenheit mich mit dem President-Elect der IDF, ab 2012
    Präsident dessen, zu unterhalten. Sir Michael Hirst hat dieses
    Programm neben Debbie Jones und Paul Madden mit Team besonders
    unterstützt. Er ist wirklich offen gegenüber den Delegierten, er
    verspricht ihnen jede mögliche Hilfe und mag es nicht, wenn man ihm
    die Ehren eines englischen Adels zukommen lässt. Ich darf ihn also nur
    noch mit dem Vornamen ansprechen. Damit kann ich sehr gut leben.

    Ich hoffe wir können mit dem Spirit der Konferenz wirklich was für
    Kinder und Jugendliche bewegen. Die Kontakte und Ideen sind da, jetzt
    fehlt nur noch ihr: die Teilnehmer!

    Morgen früh beginnt der Kongress. Ich berichte euch dann ganz
    besonders auch von den Wahlen!

    Was mir immer mehr auffällt ist, dass es ganz egal ist von woher
    jemand kommt. Die Probleme sind grundsätzlich dieselben. In manchen
    Ländern haben es Diabetiker schwerer in manchen leichter. In
    Argentinien gibt es indirekt ein Gesetz, dass Du nicht arbeiten
    darfst, wenn Du Diabetes hast. Dort schicken manche sogar Freunde oder
    Geschwister zur ärztlichen Untersuchung. Aber die Probleme im Umgang
    mit dem Diabetes sind sehr ähnlich.

    Ich wurde gebeten unser internes Forum zu leiten, für das ich heute
    spontan ein Konzept vorgetragen habe. Ich möchte versuchen damit auch
    die Jugend aus Deutschland, die nicht hier ist, dahingehend zu
    integrieren, dass sie Anregungen und Vorschläge an die Young Leaders
    schicken können!

    Das wichtigste Thema war, und das dauerte auch am Längsten, war die
    Frage, wie sich die Young Leaders organisieren. Hier gab es sehr
    konstruktive aber umstrittene Diskussionen. Letztendlich haben wir uns
    aber fast einstimmig auf eine Grundstruktur einigen können. Diese
    Grundstruktur ist die Basis für unsere weitere Arbeit, ohne diese ist
    kein weiteres Engagement möglich. Umso erfreuter bin ich, dass wir von
    über 80 Teilnehmern nur eine Abweichung haben und die Person hat für
    ein Konzept abgestimmt, das nicht vollkommen unterschiedlich ist von
    dem, was wir nun umsetzen werden. Morgen geht es an die Verhandlung
    von Details, wobei da noch nicht ganz klar ist, wie wir das mit so
    vielen Teilnehmern hinbekommen können. Möglicherweise brauchen wir
    dafür einen kleinen Konvent. Ich bin sehr gespannt, der derzeitige
    Stand der Dinge, ohne bereits Details verraten zu wollen, ist wirklich
    super gut oder, um es mit den Worten Paul Maddens zu formulieren:
    "It's amazing!"

    Ich habe versucht mit den "EU Teilnehmern" Lobbying zu betreiben und
    mir ist aufgefallen, dass wir Delegierten aus EU Ländern keine
    entgegengesetzten Auffassungen haben. Mir persönlich ist es sehr
    wichtig, dass wir innerhalb der EU zusammen arbeiten. Letztendlich
    haben wir faktisch gesehen eine gemeinsame EU Regierung, die Gesetze
    erlässt, an die wir und halten müssen. Eine wirkliche Zusammenarbeit
    von Diabetes Organisationen findet jedoch nicht statt. Das finde ich
    unglaublich traurig. Gestern hörte ich aus Belgien, dass dort für 2012
    ein Jugendcamp geplant wird, das international sein soll und in
    Serbien stattfindet. Nach meiner Rückkehr werde ich dazu auch auf
    Diabetes-Index einen Bericht verfassen! Ich würde mich freuen, wenn auch
    deutsche teilnähmen.Grundsätzlich sollten wir solche Projekte
    zukünftig internationaler in der EU planen.

    Zu dem Aufbau der Young Leaders kann ich morgen vielleicht schon mehr berichten.

    Ich glaub es ist ohne Zweifel eines der bekanntesten Zeichen weltweit, die rote Schleife. Das Zeichen für AIDS/HIV, jeder kennt es und jeder weiß wofür es steht. Doch was ist mit Diabetes?
    Als Bescher dieser Seite wohl keine schwere Frage - der blaue Kreis/Ring - natürlich.

    BildAber kaum einer weiß, dass die graue Schleife ebenfalls als Zeichen für Diabetes verwendet wird. Dabei steht sie nicht nur für Diabetes sondern auch für Asthma, Allergien bei Kindern, Gehirntumor und weitere Erkrankungen. Die graue Schleife gehört damit zu einer ganzen Kollektion von Farbcodes/Schleifen für Krankheiten, die Verbreitung beschränkt sich vor allem auf den amerikanischen Raum wo die "Awareness Ribbons (Englisch)" recht populär sind. Die wohl bekannteste haben ich ja schon genannt.

    Bis 2006 gab es kein einheitliches Symbol für Diabetes, viele Organisationen hatten ihre eigenen Symbole für Aktivitäten erstellt. Mit der UN Resolution und somit dem Start des Weltdiabetestages als international verbindlicher Tag war es auch an der Zeit über ein einheitliches Logo/Symbol nachzudenken. Es wurde der "Blauen Kreis" oder international "Blue Circle" durch die IDF eingeführt. Das Symbol wird oft nur in Verbindung mit dem Weltdiabetestag verwendet, es steht aber vor allem für "Diabetes mellitus" als Erkrankung selbst.
    WDD CircleSeit ein paar Wochen gibt es, vor allem in den amerikanischen Diabetes Communities, einige Diskussionen und auch eine Petition mit der man erreichen möchte das der blaue Kreis das einheitlich Symbol für Diabetes wird. Dies soll helfen die Kräfte zu bündeln, so dass für die Öffentlichkeit ein einheitliches Bild entsteht. Wie es sich auch mit der "Roten Schleife" für AIDS/HIV verhält.

    Ich denke das die Idee sehr gut ist, viel zu wenige Menschen kennen der blauen Kreis. Wer diesen Blog und die Seite kennt wird ihn kennen aber leider reicht das nicht aus.
    Man muss leider auch feststellen, dass ein Interesse der überregionalen Medien leider ausbleibt. Auch wenn der Weltdiabetestag nun seit fast genau 5 Jahren (20. Dezember 2006) in der Resolution 61/225 der Vereinten Nationen verankert ist und somit die selbe Stellung hat wie der Welt-AIDS-Tag ist die mediale Berichterstattung deutlich zugunsten der Welt-AIDS-Tages, wobei diese leider auch von Jahr zu Jahr abnimmt.

    Wir schließen uns der Idee an und würden uns freuen wenn auch hier in Deutschland und Europa der blaue Kreis als Zeichen für Diabetes bekannter wird. Jeder kann dabei mithelfen und zum Beispiel auf seiner Webseite/Blog einen Hinweis einbauen (Banner für die Webseite) oder auch den Pin an der Jacke tragen ... der Möglichkeiten gibt es viele.

    Hier noch ein Video der IDF das die Problematik als Video darstellt:
     

    Heute Morgen haben wir und alle am Al Safa Park getroffen um ein
    Zeichen zu Gunsten von dabetischen Kindern und Diabetikern in Afrika
    zu setzen. Wir gingen, alle gelb gekleidet, eine Strecke von 3 km um
    den Park, begleitet von Musik und einer vorherigen Ansprache. Eine
    wirklich gute Idee und wirklich sinnvoll.

    Nach der Rückker in das Tagungshotel durften wir eine Rede von Sir
    Michael Hirst (President-Elect IDF) hören. Zuerst einmal, er ist einer
    der besten Redner die ich je kennengelernt habe. Sir Hirst engagiert
    sich für Diabetes, seitdem die Krankheit bei seiner Tochter
    diagnostiziert wurde. Damals war er gerade Parlamentarier und benutzte
    von Anfang an seinen Einfluss, um auf die Krankheit aufmerksam zu
    machen. Ziel des Young Leaders Programms, dass besonders von Sir Hirst
    vorangetrieben wurde, ist, Diabetiker stärker einzubinden in die IDF.
    Wir sollen ein Kommittee bilden, das einen in den Vorstand der IDF
    abordnet. Die Jugend soll stärker eingebunden werden und die
    nationalen Diabetesorganisationen mit frischem Blut und frischen Ideen
    voranzutreiben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Sir Hirst alles
    umkrempelt. DiabetesUK wie man es heute kennt wurde von Hirst
    entsprechend gebildet. Er hat den Verband, um es mit den Worten von
    Debbie Jones zusagen, DiabetesUK revolutioniert. Morgen entscheiden
    wir, was genau umgesetzt wird.

    Phil Southerland kennt praktisch kein Leben ohne Diabetes. Als die
    Krankeit bei ihn diagnostiziert wurde sagten die Ärzte zu seiner
    Mutter, "ihr Sohn wird mit 25 tot sein und wenn er überlebt, wird er
    blind sein". Heute ist Phil Southerland über 30, kann ohne Brille
    sehen. Heute fährt er professionell Radrennen, und das obwohl man
    seinen Eltern damals sagte er dürfe nicht spielen gehen, denn wenn er
    den Fuß verletzt müsse dieser amputiert werden. Hier gibt es
    eigentlich zwei ganz essentielle Messages: 1) Man darf keinesfalls
    aufgeben und sollte immer für ein besseres Leben kämpfen und auch
    kontrolliert etwas wagen. 2) Technische Innovationen sind unglaublich
    wichtig, um das Leben besser und einfacher zu machen und in seinem
    Fall, um das Leben auf unbestimmte Zeit zu verlängern! Southerland
    wird eventuell schon 2012 an der Tour de France teilnehmen, zusammen
    mit seinem "Type-1 Team". Spätestens 2013 müssen wir ihm alle die
    Daumen drücken!

    Wusstet ihr, dass Diabetiker in China bis vor kurzem, teilweise bis
    heute, gar nicht zur Schule gehen dürfen? Und der Staat offiziell
    keine Diabetiker anstellt?

    Nachmittags haben wir uns im örtlichen Ritz noch mit dem derzeitigen
    Präsidenten der IDF getroffen und uns unterhalten. Sehr nett der Mann.
    Danach haben wir uns noch mit eigenen Ideen an der Triennium Planung
    beteiligen dürfen.

    Insgesamt ein sehr gelungener Tag. Morgen früh geht's mit sehr
    interessanten Entscheidungen und einem Vortrag von mir weiter!

    Heute ging es erst abends los, wegen der Reisenacht war das auch ganz
    gut so. Anfangs gab es eine kleine Einführung insbesondere zum
    Diabetes-Atlas: Wusstet ihr, dass es 2030 50% mehr Diabetiker gibt als
    jetzt 2011? Aber schlimmer noch in einigen Entwicklungsländern wird
    sich die Anzahl der Diabetiker bis 2030 praktisch verdoppeln. Eine
    Entwicklung, die man unbedingt und schnell angehen muss!

    Wichtigstes Ziel heute war das gegenseitige Kennenlernen. Außerdem
    wurden per Brainstorming Wünsche gesammelt, hinsichtlich dessen was
    die Teilnehmer erwarten oder von der Veranstaltung mitnehmen möchten.
    Mir ist es wichtig, dass sich ein internationales Netz spannt, wo man
    einen gegenseitigen Austausch hat und von den Erfahrungen und Ideen
    anderer profitieren kann und durch gemeinsame Aktionen Aufmerksamkeit
    erregen kann. Eine internationale Vernetzung wird für uns wohl immer
    wichtiger. Viel wichtiger aber noch ist die Vernetzung innerhalb der
    Region Europa, da ich denke, dass zukünftig mehr Sozialpolitik in
    Brüssel entschieden wird. Darauf muss die Diabetes-Lobby, darauf
    müssen wir Patientenorganisationen vorbereitet sein. Das Projekt hier
    in Dubai bietet dafür die perfekte Grundlage!

    Das Projekt wird auch länger gehen als diese 9 Tage, es soll eine
    langfristige Institution werden! Ich bin gespannt.

    Morgen findet ein Diabetes Marsch mit diabetischen Kindern aus Dubai
    statt. Diabetes ist hier nicht so anerkannt wie es das bei uns ist und
    ein Antidiskriminierungsgesetz wird es hier sicherlich auch nicht
    geben. Daher wollen wir Flagge zeigen und uns für die Kinder stark
    machen. Der Marsch ist 3km lang; ich hoffe es wird gut. Jetzt haben
    wir 1:15 nach lokaler Zeit und ich muss ins Bett morgen früh um kurz
    nach 8 Uhr fängt der Lauf bereits an und ich muss dort erst noch
    hinfahren. Hier ist es noch schön warm, wer im T-Shirt läuft muss
    nicht frieren, allerdings ist es hier angemessen zumindest bis zum
    Ellenbogen bekleidet zu sein!

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